Bioenergie auf dem neusten Stand
Im Jahr 2006 ging die Biogasanlage, die Mark Rohlmann selber konzipiert hat, erstmals ans Netz. Von Beginn an setzen wir einen sehr hohen Anteil Wirtschaftsdünger ein. Strom und Wärme nutzen wir gleichermaßen. Seit 2024 ist die Anlage auf die Erzeugung von Biomethan umgestellt.
Die Biogasanlage vergärt Wirtschaftsdünger und pflanzliche Silage zu Methan. Aus dem Methangas wird größtenteils Biomethan erzeugt. Aus dem Rest entsteht Strom und Wärme zu gleichen Anteilen. Aufgrund der hohen Wirtschaftsdüngermenge, setzen wir für eine optimale Gasausbeute auf eine lange Verweilzeit der Substrate in der Anlage. Dafür sind mehrere gasdichte Fermenter nötig.
Die Kuhgülle eignet sich optimal als Inputstoff, da die ent- haltenen Bakterien aus dem Kuhmagen die gleichen sind, die in der Biogasanlage für die Vergärung benötigt werden.
Da die Gülle aber zu wenig Energie hat, wird sie ergänzt durch Geflügelmist sowie pflanzliche Substrate wie Mais und Ganzpflanzensilage. Letztere bauen wir selber auf den Flächen unseres Betriebes an.
Am Ende des Gärprozesses entsteht der Gärrest - ein hervorragender Dünger auf dem Acker. Um den Einsatz optimal an den Pflanzenbedarf anpassen zu können, verfügen wir über ausreichend Lagervolumen. Nach dem eigentlichen Gärprozess verweilt der Gärrest noch in einem gasdichten Nachgärbehälter und gasdichten Gärrestlager. Das letzte freiwerdende Gas kann hier abgefangen werden.
Das Biomethan wird ins Erdgasnetz eingespeist und ausschließlich im Kraftstoff-sektor verwendet. Der Strom gelangt direkt ins Stromnetz. Bei der Wärme kommt es darauf an, sie möglichst vor Ort zu nutzen, um Verluste zu vermeiden. Ein Teil dient während der Winter- monate zum Heizen der Büros, Sozialräume und des Melk- hauses. Als weiterer Wärme- abnehmer fungieren mehrere Wohneinheiten in der Nähe.